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Geschichte der Erdbeere

Bereits in der Antike wurden wilde Walderdbeeren gesammelt.
Die Kulturerdbeere (Fragaria x ananassa) oder Gartenerdbeere ist im 18. Jahrhundert in Europa entstanden. Daraus wurden in weiterer Folge zahlreiche Sorten gezüchtet. Über 1.000 Sorten stehen den Anbaubetrieben heute zur Auswahl und die Züchtungsarbeit wird nach wie vor fortgesetzt. Nur wenige Sorten besitzen die idealen Eigenschaften, die die Ansprüche der Konsumenten, des Handels und die der Obstbauern erfüllen.

Die Früchte der Gartenerdbeere sind hell- bis dunkelrot, glänzend und von den hellen, außen sitzenden Samen verziert. Die Reifezeit von Erdbeeren ist sortenabhängig und erstreckt sich von Ende Mai bis Mitte Juli, mehrmals tragende Sorten können auch bis in den Spätherbst geerntet werden.

Erdbeeren benötigen nährstoffreiche, lockere und feuchte Böden und Standorte die nicht von Spätfrost gefährdet sind. Bei trockenen Standorten muss zwischen Blüte und Ernte zusätzlich bewässert werden.

Erdbeeren, die gesunde Nascherei
Erdbeeren haben aufgrund ihres hohen Wassergehalts nur wenig Kalorien und sind aufgrund der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe eine gesunde Nascherei.

Ballaststoffe wie Zellulose und Pektine sind verdauungsfördernd, Anthocyane gelten als antioxidativ und immunstärkend. Die in Erdbeeren enthaltene Folsäure, die ist vor allem für Schwangere ein wichtiger Mineralstoff.

Regional und frisch
Erdbeeren werden hauptsächlich für den Frischverzehr produziert. Die Vermarktung erfolgt direkt am Bauernmarkt, ab Hof oder über den Einzelhandel. Auch die Gastronomie, Bäckereien sowie Konditoreien sind während der Saison Abnehmer von Frischware.

Bei Konsumentinnen und Konsumenten sind auch Anlagen zum Selberpflücken sehr beliebt. Über 30 Hektar Selbstpflückfelder stehen in der Steiermark dafür bereit. Für den vollen Geschmack müssen Erdbeeren reif geerntet werden, eine Nachreife findet nicht statt.

Reife Erdbeeren sind nicht lange haltbar und können im reifen Zustand auch nur mehr sehr vorsichtig transportiert werden. Reife und frische Früchte erkennt man an ihrer vollroten Färbung, ihrer glänzenden Fruchthaut und den frischen Kelchblättern. Unreife Früchte haben grünweiße Ränder, überreife Erdbeeren verlieren ihren Glanz, sehen matt aus und haben welke Kelchblätter.

Erdbeeren schmecken frisch besonders gut und lassen sich zu vielen Köstlichkeiten wie Cremes, Kuchen oder Eis verarbeiten. Zum Haltbarmachen können Erdbeeren sehr einfach eingekocht oder eingefroren werden. Bäuerliche Verarbeitungsbetriebe verwenden aromaintensive und hochreife Erdbeeren zur Erzeugung von Nektaren, Mischsäften oder Likören.

Schon gewusst? Erdbeeren gehören zu den Früchten, die nach der Ernte nicht nachreifen. Solche Früchte werden als nichtklimakterisch bezeichnet.

Quelle: https://www.obstland.at/