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Eberl´s Backstube hat schon seit längerer Zeit Chia-Brot im Sortiment. Unsere Chia-Samen stammen aus Niederösterreich und sind somit heimisch, also nicht vom Ausland importiert. Diese Samen zählen zum "Superfood" und liegen jedoch nicht nur für Ernährungsbewusste Leute voll im Trend.

Was hinter den Trend-Körnern steckt.

Chia, also. Gesprochen '"Tschia". Im Internet ist von der "Wundersaat" die Rede, vom "Heilsamen der Maya", ein "Schlankmacher", der optisch Leinsamen ähnelt, aber viel teurer ist - an die 20 Euro pro Kilo - und in dem "so viele Nährstoffe gebündelt sind wie in kaum einem anderen Nahrungsmittel", wirbt die Seite chia-samen.info. Mittlerweile kann man Chia-Samen neben Bioländen und Reformhäusern auch in Drogerie- und manchen Supermärkten kaufen. In Blogs und Foren wird über Chia-Samen diskutiert, Zeitschriften berichten darüber, Hollywoodgrößen outen sich als Fans - so werden Körner zum Ernährungstrend, der seit Jüngstem auch Bäckereien neugierig macht.

Wird Chia-Brot das neue "Eiweißbrot"?

"Chia-Brot ist ein Brot-Trend". Die Rezeptur wurde eigens entwickelt, weil auch Mitbewerber Chia-Samen anbieten. Das Brot soll Kauf-Anreiz sein für besonders ernährungsbewusste Kunden. Die meisten Kunden hielten an bewährten Brotsorten fest, aber man muss auch Abwechslung im Sortiment bieten.

„Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat Chia-Samen erst im Jahr 2009 für Broterzeugnisse grundsätzlich zugelassen. Backwaren oder Müslimischungen dürfen höchstens zehn Prozent Chia-Samen enthalten.

Chia-Samen ist uralt, zählt aber dennoch zum "Novel Food" Chia-Samen gehören, obwohl schon vor Jahrhunderten in Mitelamerika in der Ernährung verwendet, in der EU zum "Novel Food". Sie sind noch nicht in nennenswertem Umfang verbreitet. Vor allem fehlen noch Studien, etwa zu möglichen Allergierisiken. Deshalb sind Chia-Samen nur vorverpackt zu kaufen und mit Warnhinweis. Der mahnt Verbraucher, dass sie nicht mehr als 15 Gramm Chia-Samen täglich verzehren sollten.

Was an Gutem wird Chia nachgesagt?

"Chiasamen sind eine der reichhaltigsten bislang bekannten pflanzlichen Quellen für essenzielle mehrfach ungesättigte Fettsäuren", sagt Ernährungsberaterin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Früchte stammen ursprünglich aus dem Süden Mexikos und Norden Guatemalas.

"Chia-Samen hätten knapp 20 Prozent mehr Proteingehalt als übliche Getreidearten wie Weizen, Hafer oder Reis. Sie sind reich an Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Zudem hätten sie "eine hohe antioxidative Kapazität" (Details zu Chia hat auch die Stiftung Warentest aufgelistet).

Chia-Samen können eine ausgewogene Ernährung ergänzen. Sie können auch die vegane Küche bereichern, weil sie sich zum Beispiel gut zu einem Pudding verarbeiten lassen. Sie können auch helfen, glutenfrei zu backen. Und mit eingeweichtem Chia-Samen kann man Ei ersetzen - aber das nicht in zu großen Mengen tun sollte, siehe "Novel Food"-Verordnung zu den empfohlenen Höchstmengen.

Was den Geschmack angeht, tritt Chia-Samen in Brot kaum hervor, aber man spürt ihn beim Kauen: Brot etwa hat dann eine Art Brausepulver-Effekt; es knuspert.

Text: https://www.derwesten.de
Bild: Tina Szabo
Video: Selina Eberl